Die ehemalige Großherzoglich-Sächsische Kunstgewerbeschule, die unter ihrem Leiter Henry van de Velde der Förderung von Kunsthandwerk und Kunstindustrie diente, ist ein architektur- und kulturhistorisches Zeitzeugnis von hohem Rang.

Den Bau kennzeichnet eine typische Brechung von Modernität und historischer Reminiszenz. Veränderungen durch zahllose Umnutzungen haben seine Qualität beeinträchtigt, Struktur und Substanz aber unversehrt belassen.

Die Reparatur des Gebäudes und seiner Ausstattung ist Grundsatz der denkmal- pflegerischen Instandsetzung.
Dazu zählen die Wiederherstellung der Grundrisse und Raumvolumina, die restauratorischen Befunden folgende Aufbereitung des Äußeren und Inneren, die Rückgewinnung bauzeitlicher Belichtungs- situationen.

Da der Van de Velde-Bau ein Arbeits- u. Ateliergebäude für Mitarbeiter und Studierende ist, sind die Anforderungen an die Beleuchtung hoch.
Gleichzeitig sind diese Anforderungen - je nach Raumnutzung - unterschiedlich.

Ziel der Lichtplanung ist ein adäquates Erfüllen dieser Anforderungen und eine gleichzeitige optimale Ausgestaltung der Leuchten, Leuchtenstandorte und Leuchtenanzahl im Sinne des Denkmalschutzes :

Als Grundelement wird eine lineare Form definiert, im Verständnis zeitlos und schlicht. Dieses Grundelement findet sich sowohl in den Atelier- und Arbeitsräumen und den öffentlichen Bereichen wieder:

Die Atelierräume werden modular mit freistrahlenden Lichtleisten beleuchtet.
Durch die freie, schattenarme Lichtverteilung stehen auch die Wände entsprechend im Licht.

Die Büro- und Arbeitsräume erhalten schmale, lange, geschlossene abgependelte Leuchten.

Entlang der langen Flure verläuft ein - im gleichen Querschnitt definiertes - Lichtband zur reinen indirekten Beleuchtung dieser Raumzone, die auch für Ausstellungszwecke genutzt wird.

Die Eingangszone wird über abgependelte Kugelleuchten beleuchtet, da dieses Licht- und Gestaltungsprinzip dem denkmalgeschützten Bau am Besten gerecht wird.

Durch eine flächige Hinterleuchtung des Tageslichtoberlichtes wird der Treppen- aufgang schattenfrei und räumlich beleuchtet.


DIN versus Denkmal :


Erläuterungsbericht DIN versus Denkmal
zu diesem Projekt




Erläuterungsbericht DIN versus Denkmal
zur Sanierung der Geschwister-Scholl-Schule
Hans Scharoun

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Ansicht


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Ansicht


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Haupteingang + Flur Trakt Verwaltung


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Blick vom zentralen Treppenhaus in den Flur Trakt Verwaltung


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Treppenaufgang mit Tageslicht-Oberlicht


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Treppenhaus


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2-geschossiges Atelier


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2-geschossiges Atelier


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2-geschossiges Atelier


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Büroraum Verwaltung


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Atelier


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