Durch die Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums wurden vor allem die Ausstellungsflächen für Wechselaus- stellungen vergrößert.
Durch die Eingliederung der baulich benachbarten 2-geschossigen Galerie gibt es heute im Erdgeschoss und Untergeschoss eine spannende Raumabfolge.

Im Erdgeschoss gibt es einen großen und kleinen Ausstellungsraum und zwei Kabinette. Hinzu kommt ein multifunktionaller Besprechungs- und Sitzungsraum. Alle Räume sind durch einen Rundgang miteinander verbunden.
Ähnlich wie in den bestehenden Räumen des Museums, kann der Besucher Ausstellungen durch Rundgänge entdecken. Durch die Andersartigkeit der Räume der Erweiterung bekommt der neue Rundgang seinen besonderen Reiz.
In den Ausstellungen für Wechselausstellungen im Erdgeschoss wurde ein System aus Hänge- und Stromschienen ausgeführt. Die Abstände und die Dichte sind so gewählt, dass dem Ausstellungsmachern alle Möglichkeiten gegeben wurden, um immer wieder neue Inszenierungen zu entwickeln und zu gestalten. Das Raum- und Lichtkonzept ist bewußt auf Kreativität und experimentelles Inszenieren durch die Ausstellungsmacher ausgerichtet.
Durch die vorhandenen Stromschienen können die Ausstellungen kreativ inszeniert werden. Zusätzlich gibt es ein regelmäßiges Grid für eine allgemeine Beleuchtung. So dass diese allgemeine Beleuchtung als alleinige Ausstellungsbeleuchtung verwendet werden kann oder auch eine Kombination aus allgemeiner Beleuchtung und Akzentbeleuchtung möglich ist.

Während die Licht- und Ausstellungssysteme in den Räumen im Erdgeschoss fast alles zulassen, wurde für den Gewölbekeller ein genau gegenteiliges Konzept gestaltet.
Da der Gewölbekeller sowohl für sich, also auch im Kontext aller Räumlichkeiten im NS-Dokumentationszentrum eine Besonderheit darstellt, sollte die besondere Wirkung in Licht und Schatten im Vordergrund stehen bleiben. Ziel war es also eine ausreichende Beleuchtung für Wechselausstellungen anzubieten, auf der anderen Seite jedoch das minimalistische, rauhe Erscheinungsbild des Gewölbekellers zu erhalten. Auf dieser Grundlage war klar, dass auf technische Einbauten und eine Vielzahl sichtbarer, multifunktionaler Leuchtensystem verzichtet werden soll.
Damit der Raum also sein Erscheinungsbild behält, wurden nur einige wenige Strahler mit sehr hoher Lichtleistung installiert.
Es wurde nach einem Strahler gesucht, der auch in seinem experimentellen, bühnenhaften Erscheinungsbild zum Raum passt. Derlei Strahler gibt es im Marktsequment Bühnen- und Veranstaltungstechnik, jedoch nicht in geeigneter Bestückung. Dementsprechend wurden diese Strahler lichttechnisch überarbeitet und modifiziert.
Der Anschlusspunkt zur Wand hin wurde dem Erscheinungsbild des Gewölbekellers entsprechend rauh und minimalistisch gestaltet. Die Betriebsgeräte sind benachbart und für den Besucher nicht sichtbar untergebracht.
Der Strahler lässt sich richten, die Lichtausrichtung und Schattenwirkung lassen sich mit Blendschutzklappen gestalten. Da der Strahler aus der Bühnen- und Veranstaltungstechnik entlehnt ist, gibt es umfangreiches Zubehör an Filtern u.ä. um weitere temporäre Effekte für Ausstellungszwecke zu nutzen.

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Rundgang / Treppenabgang


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Gewölbekeller Räume für Wechselausstellungen


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Gewölbekeller Räume für Wechselausstellungen


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Gewölbekeller Räume für Wechselausstellungen


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Ausstellung / Installation


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Ausstellung / Installation


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Strahler für Raum- und Ausstellungsinszenierung


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